Starpals - das Lexikon  
   
 
Tierkreiszeichen
 

Der Widder

...in der griechischen Mythologie

Die Sage von Phrixos und Helle
Vor vielen tausend Jahren herrschte König Athamas mit seiner Gattin Nephele über Thessalien. Sie gebar ihm Zwillinge: Phrixos und Helle. Das Familienglück währte jedoch nicht allzu lang. König Athamas verließ Nephele als Phrixos und Helle noch klein waren und heiratete Ino.
 
Ino war ganz und gar nicht zufrieden damit, dass Phrixos als Erstgeborener der nächste Thron-Anwärter sein sollte. Viel lieber würde sie ihre eigenen Kinder auf dem Herrschersitz sehen. So wuchs die Unzufriedenheit und mit ihr der Hass auf ihre Stiefkinder Phrixos und Helle.
Böse Absichten
Im Stillen schmiedete Ino einen finsteren Plan: Dem Land sollte eine Hungersnot widerfahren, die nur durch ein Gottesopfer gestoppt werden könne. Wer da geopfert werden sollte, lag auf der Hand - natürlich Phrixos. Also überredete Ino die Frauen, die Samen vor der Aussaat im Ofen zu backen, damit die Felder keine Früchte trügen, und bestach die Gesandten, die den Rat des Orakels von Delphi empfingen. So wurde dem König herangetragen, dass er Phrixos auf dem Zeus-Altar opfern musste, wenn er das Land vor der Hungersnot retten wollte. Schweren Herzens und unter dem Druck der Bevölkerung entschloss sich Athamas dazu, das Wohl seines Kindes gegen das Wohl seines Landes einzutauschen.
 
Als Nephele, die leibliche Mutter der beiden Geschwister, davon erfuhr, bat sie den Gott Hermes um Hilfe. Er sollte ihre Kinder retten. Hermes schickte Nephele also einen Widder mit einem goldenen Fell, der durch die Lüfte fliegen konnte. Kurz bevor nun Phrixos und Helle zum Zeus-Altar gebracht werden sollten, konnte Nephele mit dem Widder zu ihnen gelangen. Sie drängte die beiden Kinder aufzusteigen und erklärte ihnen, dass sie der Widder nach Kolchis bringen würde. Kaum hatten Phrixos und Helle Platz genommen, erhob sich der Widder auch schon in die Lüfte.
Die tragische Flucht
Als die beiden Geschwister über Thrakien flogen, beugte sich Helle hinunter und stürzte ins Meer. Diese Stelle nennt sich seitdem Hellespont. Phrixos konnte nichts tun, um Helle zu retten und flog voll Trauer alleine weiter. Der Widder brachte ihn wie versprochen nach Kolchis und dort wurde er freundlich empfangen. König Aietes, Sohn des Helios und der Perseis, machte ihn kurzerhand zu seinem Schwiegersohn und zum Dank an Zeus opferte Phrixos den fliegenden Widder.
 
Das goldene Fell des Widders schenkte er König Aietes, der es in den heiligen Hain des Ares brachte, dort an eine Eiche nagelte und von einem Drachen bewachen ließ.
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